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>>Bericht Urteil OLG Düsseldorf


Keine Schutzkleidung bedeutet Mitschuld


>>Spitzenmaterial für den Breitensport


Köhler Trikotagen, Adidas und Ziener sorgen als Ausrüster des DSV-Breitensport für eine Top-Ausstattung von Funktionären und Ausbildern der fünf DSV-Bundeslehrteams.


>>Bericht in "Tourenfahrer" Ausgabe 2/2011: TOURENFAHRER-Report "Made in Germany"


"Funktionalität statt modischem schnickschnack" lautet die Device bei Köhler Trikotagen im Saarland.....


>> Saarbrücker Zeitung vom 2. August 2013

>> Saarbrücker Zeitung vom 14. März 2003


Unser Foto zeigt Firmenchef Hans-Jürgen Köhler im Kreise seiner Näherinnen. Der Vorzug der Wäsche: Dank einer Kunststoff-Faser wird der Körperschweiß von innen nach außen durch die Wäsche geleitet, das sorgt für Trockenheit und angnehmes Klima auf der Haut.

Da rattert die Unterhose. Köhler Trikotagen hat sich im Zuge der Krise, die das Textilgewerbe Anfang der 90er beutelte, auf die Herstellung von Funktionsunterwäsche spezialisiert. Un die wird von Sportlern und Menschen, dieArbeitskleidung tragen müssen, geschätzt und nachgefragt.

Das Familienunternehmen Köhler Trikotagen in Riegelsberg hat die Krise der Textilbranche Anfang der 90er Jahre mit intelligenten Produkten gemeistert: Funtionsunterwäsche für den Sportsektor ist sehr gefragt.

- von Angelika Christ -

Riegelsberg. Eine enge Box aus Kiefernholz, das Thermometer zeigt 90 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit ist gering.

Ein Mann der es wissen will, schreitet gnadenlos zum Selbstversuch: Als er die finnische Sauna betritt, ist er dick eingemummelt in eine schwere Ledermontur, die ihm draußen, auf seinen Touren mit seinem Motorrad beste Dienste leistet. Darunter trägt er Microfaser, vom Kopf bis zu den Fußsohlen, von der Sturmhaube unterm Helm, bis zum stramplerähnlichen Overall. Schweiß dringt schubweise aus seinen Poren. Doch er harrt wacker aus, - die Sanduhr zeigt: noch fünf Minuten. Dann verlässt er fluchtartig die Sauna. Spürt nach, wie er sich fühlt.Erstaunlich trocken nach diesem Kochwaschgang. Und er befindet: Das mit dem optimalen Feuchtigkeits-Transport von innen nach außen, den ihm die Riegelsberger Firma Köhler Trikotagen bei einer Motorrad-Messe für ihre Funktionsunterwäsche versprochen hat, das wirkt.

Firmenchef Hans-Jürgen Köhler erzählt schmunzelnd von diesem Furchtlosen, der es genau wissen wollte. "Tactel, das ist Know how", sagt der 57-jährige. Und es ist gerade dieses Know how, welches das traditionsreiche Familienunternehmen die Krise der Textilbranche überleben ließ. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Verlagerung der Produktion gen Osten brachen harte Zeiten für die Riegelsberger an. Mit der Herstellung von herkömmlicher Baumwollunterwäsche war man nicht länger konkurrenzfähig. Die strickten andere billiger. Doch angeregt durch den Rennarzt Dr. Christoph Scholl eroberte sich Hans-Jürgen Köhler eine Marktnische: Er entwickelte eine (Ganzkörper)-Unterwäsche, die dem Bedarf von Motorradfahrern entsprach: Sie sollte nicht nur hautsympathisch, elastisch und pflegeleicht sein, sondern vor allem Schweiß von der Haut weg transportieren und damit Feuchtigkeit und Temperatur regulieren, damit es dem Fahrer auch bei großer Anstrengung und Hitze wohl in seiner Leder-Zweithaut ist. Die Micro-Faser "Tactel" erfüllt diese Bedingung.

Köhler und seine rechte Hand Andreas Weißenfels strickten an einem Zweilagen-System: Auf der der Haut zugewandten Seite wurde atmungsaktives Tactel verarbeitet, die andere Seite bestand aus einer dünnen Baumwollschicht, die Feuchtigkeit vorübergehend aufnimmt, damit diese allmählich verdunsten und von der Oberbekleidung nach außen geleitet werden kann, ohne dass der Sportler ein Gefühl von Kälte oder Nässe empfindet. Außerdem wirke der Zwei-Faser-Stoff im Motorrad-Sektor als Verschiebeschicht, die den Sturz abfängt, der trotz Lederbekleidung auf der Haut eine schmerzhafte Hobelwirkung entfalten kann. Aus diesem Grund -und auch wegen der Hygiene- empfiehlt Köhler, auch im Sommer möglichst lange Bekleidung unter dem Lederdress zu tragen.Was gut ist, kann man noch besser machen, sagte sich Köhler. Und entwicklete letztes Jahr ein ganz neues Produkt, das nur noch aus der Kunstfaser "Tactel" besteht.

Der Clou: Das Material ist mit einer unterschiedlichen Zahl von Kapillaren ausgestattet, die man sich wie kleine Speicherzellen vorstellen muss. Außen ist die Zahl der Kapillare größer als auf der Hautseite. Der Schweiß wandere daher nach außen und trockne dort viel schneller als bei einer Beschichtung mit Naturfasern. Nicht nur Motorrad-Fahrer wissen diesen Komfort zu schätzen, auch Skiläufer, Reiter, Wanderer, Jogger oder Menschen, die beruflich körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind, profitieren von dem synthetischen Wohlfühlklima auf der Haut.

Die Bodenbesatzung des Frankfurter Flughafens, der sich heute Fraport nennt, hat gleich 8000 der superdünnen Leibchen made by Köhler geordert. Nicht direkt in Riegelsberg, sondern über einer der Vertriebspartner bei denen die Fraport AG ihre Dienstkleidung least. Auch FORD Saarlouis trägt unterm Overall verbreitet Köhler. Auf einen eigenen Außendienst verzichtet des bodenständige, 1950 gegründete Unternehmen.

"Ich muss entscheiden, was ich machen will", sagt der Chef, der weiß, was er an seinen Großkunden hat. Da ist beispielsweise ein Anbieter von Arbeits-Oberbekleidung, der Köhler-Underwear in sein Katalog-Sortiment aufgenommen hat. Oder das auf Waffen und Jagdbekleidung spezialisierte Unternehmen ANSCHÜTZ in Ulm, das Riegelsberger Funktionsunterwäsche anbietet, - das Ausharren auf dem Hochsitz kann sehr kalt sein.

Neben dem Vertrieb durch Fremdfirmen entwickelt sich der Internet-Handel zu einem immer wichtigeren Standbein (www.koehler-trikotagen.de). Und natürlich sei es wichtig, sich auf Fachmessen wie der Intermot in München zu präsentieren, um Kontakte zu pflegen und auszubauen. Da trifft man dann eben auch auf Leute, die Materialeigenschaften genau überprüfen...


Artikel : Protektiver Wert von Motorradbekleidung


>> Saarbrücker Zeitung "Nähen, nichts als nähen"

Die Näherinnen: Bei Köhler-Trikotagen in Riegelsberg arbeiten zehn, meist sehr langjährige Mitarbeiterinnen, darunter einige, die noch den Beruf der Bkleidungsnäherin gelernt haben. Dieses Berufsbild, für das einst eine einjährige Ausbildungdauer galt, wurde abgeschafft, was Chef Hans-Jürgen Köhler bedauert. Die Funktionsunterwäsche sei zwar hinsichtlich der Materialeigenschaften ein High-Tec-Produkt, aber das Nähen der T-Shirts, Unterhosen, Overalls und Sturmhauben sei standardisiert und könne nach recht kurzer Anlernzeit bewältigt werden, sagt Köhler.

Die Stoffe: werden nicht im eigenen Haus gefertigt, sondern auf der Schwäbischen Alb, dem traditionellen Zentrum der deutschen Bekleidungsindustrie und auch heute noch ein Ort, an dem die Soffe veredelt werden. Die Strickmaschinen der Köhlers wurden dorthin ausgelagert. Die Riegelsberger kaufen das Garn, lassen es von Lohnstrickern wirken und anschließend in einem Veredelungsbetrieb weiterverarbeiten. Die fertigen Stoffballen kommen ins Köllertal zurück, werden dort zugeschnitten, genäht und anschließend zu den Vertriebspartnern transportiert.

Der Vertrieb: Die Wäsche hat Kunden in ganz Europa: in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Ungarn, Griechenland und Lettland gibt es Großhandelsbasen, die über ein breit gefächertes Filialnetz die Leibchen & Co an den Mann und die Frau bringen.

- von Angelika Christ -



>> Produktbericht von Dr. Christoph Scholl 27.03.2000

Protektiver Wert von Motorradbekleidung von Dr. Christoph Scholl 27.03.2000

Mehr als bei anderen Sportarten kommt der Schutzkleidung beim motorisierten Zweiradfahrer eine besondere Bedeutung zu. Anderseits macht das "Frischluft-Feeling" und das mit allen Sinnesorganen die Umwelt wahrnehmen, auch den besonderen Reiz des Motorradfahrens aus. Die Schutzfunktion ist vielschichtig. Erstens spielt das "Hautklima" eine wichtige Rolle, der Kopf muß gut belüftet sein, Hände und Füße müssen vor allen Dingen warm sein, die Haut sollte nicht naß werden, sollte nicht der Zugluft ausgesetzt sein.
Kalte Hände und Füße können einem nicht nur den Spaß am Motorradfahren verderben, sie sind auch ein erhebliches Risiko für den Fahrer, weil Oberflächensensibilität und Tiefengefühl bei nur 4-5° Unterkühlung an Händen und Füßen (statt 29°, ca. 24°) dramatisch abnimmt. Aus medizinischen Gründen ist jedoch die Schutzfunktion der Kleidung als Schutz vor Verletzungen auch besonders wichtig (Oberflächenperforationsschutz, Druckverteilung, Energieabsorption, Negativbeschleunigung, in Newton-Meter).
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Es ist zum Beispiel seit Einführung der allgemeinen Helmpflicht 1974 der Anteil von Schädel-Hirn-Verletzungen beim Motorradfahren ganz entscheidend zurückgegangen. Zweifelsfrei ist das wichtigste Synonym für Schutz des Motorradfahrers der Helm. Zu den Helmen kann man allgemein sagen, nicht die Art des Helmes ist entscheidend, das wichtigste Kriterium ist, daß der Helm optimal paßt auf den jeweiligen Kopf. Alle in Deutschland zugelassen Helme unterscheiden sich nur unwesentlich in Schutzfunktion und Dämpfungseigenschaften. Der Helm sollte ferner auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein; d. h. Tragekomfort, Belüftung, Blickfeld und Visiermechanismus, das sind Kriterien die viele Motorradfahrer je nach Einsatzzweck unterschiedlich beurteilen.

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Als synonym für Schutzkleidung ist häufig die Lederkombi genannt. Allgemein ist zu sagen, daß der Tragekomfort bei textiler Schutzkleidung wesentlich höher ist als bei Leder. Für Straßenrennsport und hohe Beanstandung empfehlen wir natürlich Leder, weil Eigendämpfung und Abrissfähigkeit wesentlich besser sind als bei textiler Schutzkleidung. Zudem lassen sich entsprechende funktionelle Verstärkungen (Protektoren) an Gelenken wesentlich besser und rutschsicherer platzieren als bei textiler Schutzkleidung.
Mit Helm und Lederkombi ist man noch nicht ausreichend ausgerüstet. Wichtig sind gute Handschuhe, die möglichst mit dem Leder fest verbunden sind, die an sturzgefährdeten Partien auch ausreichend verstärkt sein sollen. Wie heute bei allen dynamischen Sportarten kommt auch beim Motorradfahren der Unterwäsche eine besondere Bedeutung zu.

Sie soll zum einen die Haut klimatisieren, d. h. Feuchtigkeit von der Haut weg transportieren und die Haut trocken halten. Zum zweiten hat sie eine wichtige Funktion als Verschiebesicht zwischen Haut und Kombi, insbesondere wenn die Haut geschützt ist, damit die Kombi nicht an der Haut kleben kann und es trotz intakter Lederkombi an sturzgefährdeten Partien, wie Ellenbogen, Hüften und Schultern, zu Haut- und Weichteilverletzungen kommt. Der Tragekomfort von Leder, insbesondere bei großer Hitze, kann durch das Tragen von funktioneller Unterwäsche, auch als Skiunterwäsche bezeichnet, ganz entscheidend verbessert werden. Anzumerken ist noch, daß es medizinisch sinnvoll ist, unter dem Helm eine sogenannte "Sturmhaube" zu tragen, am besten auch aus Mikrofaser, weil dadurch Schweiß, Talg und Salze nicht in den Helm ziehen können. Ferner sollte man den Hals schützen, am besten durch eine Fleece- oder Mikrofaser Halskrause, damit nicht die Halsmuskulatur einer unterschiedlichen Temperatur wie Kopf und Stamm durch den Fahrtwind ausgesetzt wird.
Der Nierengurt ist heute keine Frage mehr zur Stützung der Nieren, sondern man kann dem Bauchraum unter Kompression setzen, wenn man sicherheitsbewußt ist, weil dadurch die Gefahr von stumpfen Bauchverletzungen verringert wird. Bei sportlichem Motorradfahren empfehlen wir unbedingt das Tragen eines Rückenprotektors, der ausreichend groß dimensioniert sein muß und verrutschungssicher plaziert sein sollte.

Motorradschutzkleidung kann nicht Unfälle verhindern, sie kann aber dramatisch Unfallfolgen reduzieren und uns damit unser schönes Hobby Motorradfahren besser mit Freude erhalten.
Dr. Christoph Scholl

 

| Köhler Trikotagen GmbH | Hixberger Strasse 31 b | D-66292 Riegelsberg | Fon: +49 (0) 68 06 / 4 67 72 | Fax: +49 (0) 68 06 / 48 07 23 | E-Mail: info@koehler-trikotagen.de |
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